Wissen anwenden ist deutlich schwieriger

Wissen anwenden ist deutlich schwieriger, als es nur zu erwerben. Man kann ziemlich leicht ein paar neue Daten im Internet nachschauen. Man kann sich sogar ebenso leicht die wichtigen Zusammenhänge dazwischen erklären lassen. Aber was macht man dann damit? Bleibt es bei diesem fast schon klinischen Kontakt mit dem Wissensbereich, wo man sich interessiert informiert und das eine oder andere neue lernt? Oder trägt man dieses neu erlangte Wissen in die Welt hinaus? Wendet man es an, um zu sehen, wie es in der echten Welt funktioniert im Vergleich zu den Vorstellungen der Lehrer? Lernt man dieses Wissen aktiv in seinem Leben anzuwenden und dadurch sich selbst und anderen viel besser helfen zu können?

Was macht man mit neuem Wissen?

Das ist die große Frage. Wie weit geht man beim Lernen? Hört man mal ein bisschen zu und nimmt sich die wichtigsten Informationen mit, ist man eher passiv. Man lässt sich fast schon berieseln, wie wenn man irgendetwas anderes konsumiert. Ist das der Gedanke beim Lernen? Ich denke nicht. Die andere Möglichkeit, die dir offen steht, ist aktiver zu werden. Das bedeutet theoretisches Wissen direkt in der Praxis auszuprobieren, wo möglich direkt praktisches Wissen zu erlangen, generell alles gelernte auf sein eigenes Leben und in all seinen Handlungen anzuwenden. Und das klingt doch auch viel sinnvoller oder? Was bringt einem denn sonst das Wissen, wenn man sich einfach nur berieseln lässt, ohne es jemals anzuwenden (oder anwenden zu können)?

Denn genau das passiert, wenn man passiv lernt, wenn man eben zufällig an der Stelle stand, an der es ein bisschen Wissen geregnet hat: es was umsonst. Es hat nicht den Sprung geschafft, dein Leben direkt zu beeinflussen. Vielleicht kann man es irgendwann ja doch noch gebrauchen. Sicherlich hilft dir dieses theoretische Verständnis dabei in Zukunft mehr Dinge bemerken zu können, mehr Wissen festhalten zu können, dich zu motivieren noch mehr über ein bestimmtes Thema zu lernen und dann womöglich sogar aktiver. Aber warum macht man das denn nicht gleich von Anfang an so?

Du musst also lernen ehrlich zu dir sein. Wenn du eh nicht planst es auch anzuwenden, dann konsumierst du einfach nur. Du lässt dich berieseln. Das kann man sicherlich nicht als tatsächliches Lernen bezeichnen. Möchtest du das erreichen, musst du eben aktiv werden. Anstatt dich nur berieseln zu lassen, denkst du aktiv mit. Du hinterfragst Annahmen und Argumentationsketten, testest Behauptungen in der echten Welt. Planst schon während du von den Möglichkeiten hörst, wie du sie in deinem eigenen Leben realisieren kannst, und wenn es nur dafür ist, es zumindest einmal gemacht zu haben. Logischerweise lernt man bei dieser zweiten Variante deutlich mehr. Das neue Wissen wird stärker mit anderen Informationen in deinem Kopf verknüpft und um das Erlebnis erweitert, wie es ist, dieses Wissen in der echten Welt anzuwenden.

Also sei ehrlich zu dir selbst. Konsumiere ich gerade Wissen oder will ich tatsächlich etwas lernen? Wenn ich ehrlich bin, lande ich viel zu oft in der ersten Kategorie. Das fühlt sich nicht gut an. Ich will mich doch nicht berieseln lassen! Ich will etwas dauerhaftes lernen. Und ich denke dir geht es ähnlich, wenn du mal ehrlich zu dir selbst bist.

Aus dieser Ehrlichkeit resultiert dann das Verlangen Dinge in Zukunft aktiv zu lernen, also den Schritt zum Wissen anwenden zu gehen. Auch das muss man natürlich erst mal lernen, aber jetzt ist zumindest schon mal das Verlangen dazu da. Und das ist die beste Voraussetzung, wie du später mal lernen wirst. (Oder vielleicht sogar schon weißt. Aber wenn du dich bisher noch nicht mit Lernen beschäftigt hast, wird es jetzt sicherlich bald passieren.)

Und wenn du das Verlangen zum richtigen Lernen, zum Wissen anwenden hast, dann wirst du auch lernen, wie das funktioniert. Du wirst Gewohnheiten in dein Leben integrieren, die dich dazu bringen, Dinge auch auszuprobieren, von denen du hörst. Wissen zu testen und in der echten Welt zu verwenden, das du (zufällig?) erlangt hast. Besonders solche Lernmöglichkeiten anzustreben, die sich direkt auf die Realität übertragen lassen. Wenn du danach suchst, wirst du eindeutig deinen Lernansatz verbessern können. Da ist sicherlich noch einiges möglich. Also worauf wartest du?

Und was ist dann der nächste Schritt?

Zum einen kannst du dich natürlich darüber freuen, dass jetzt auch der anwendbare Teil deines Wissens wächst, wenn du etwas neues erlernst. Das war ja der ursprüngliche Grund, warum du das „Wissen Anwenden“ geübt und erlernt hast, und er hat immer noch nicht von seiner Überzeugungskraft verloren. Aber darüber kannst du jetzt weit hinaus gehen.

Zum anderen kannst du diese erlernten Fähigkeiten an andere weitergeben. Ihnen beibringen, was es bedeutet etwas wirklich zu lernen, anstatt sich nur von Wissen berieseln zu lassen. Ihnen zeigen wie das geht, dieses „Wissen anwenden“. Je mehr Menschen das können, desto besser für alle. Denn dann können sie zum Beispiel auch dir helfen, mit ihrem neu erworbenen und jetzt auch anwendbaren Wissen. Wir leben in einer Welt, in der das egoistischste, was man machen kann, allen zu einer besseren Welt verhelfen ist. Denn dadurch steht man selbst am Ende auch viel besser dar. Cool, oder?

Das Ganze geht aber noch viel weiter. Wenn du jemandem etwas beibringst, warum denn nicht gleich in einer Form, die möglichst Praxisnah ist? Auf eine Weise, dass er es sicherlich danach in seinem Leben anwenden kann. Das ist auch etwas, das man lernen sollte. Wie bringt man jemandem etwas so bei, dass er es danach auch anwenden kann. Die meisten sagen ja schon lange vorher, dass sie es verstanden haben. Aber haben sie das wirklich? Oder merken sie bloß, dass das theoretische Konstrukt in ihrem Kopf, das noch nie an der echten Welt getestet wurde, langsam anfängt Sinn zu ergeben?
Du kannst das sicherlich beurteilen. Du warst oft genug in der selben Situation und hast bei Variante 2 schon aufgehört. Das war dir dann genug, die letzten paar Schritte, bis du das Wissen hättest anwenden können, bist du dann leider nicht mehr gegangen.
Und da du das kennst, kannst du anderen helfen, diese Falle zu vermeiden. Bringe Dinge direkt so bei, dass man gar keine andere Wahl hat, als sie auch in seinem eigenen Leben anwenden zu können.

Aber vor allem: Werde du selbst immer besser bei dieser wichtigsten aller Fähigkeiten: neues Wissen anwenden.

Wo kann man überall Prozessoptimierung anwenden?

Prozessoptimierung ist eine meiner liebsten Zeitvertreibe. Es geht darum einen bestimmten Prozess effizienter zu machen, unnötigen Schritte hinauszuwerfen, die Reihenfolge anzupassen, vielleicht einen anderen Aspekt abzuändern, um eine bestimmte Variable zu optimieren. Meistens die Zeit, die man in seine Vervollständigung investieren muss. Vielleicht die Menge an Personen, die daran beteiligt sind, oder die Komplexität der Dokumentation. Je nachdem worauf man seinen Fokus legt, kann man einen von diesen Punkten besonders tief machen. Sehr oft sinken sie allerdings alle, während man sich auf einen konzentriert. Das ursprüngliche Vorgehen war einfach nicht besonders ausgereift. Es hat sich eben so eingebürgert und dann wollte niemand mehr etwas daran ändern. Einfach stumpfsinnig abarbeiten (oder müde der Gewohnheit folgen) wird zur Tagesordnung.

Aber das ist exakt der falsche Ansatz. Prozessoptimierung selbst ist ein Prozess. Und zwar ein dauerhafter. Man macht damit Vorgänge Schritt für Schritt ein bisschen besser. Man implementiert immer wieder eine weitere Veränderung, die die Komplexität und den Aufwand reduziert, und optimiert dabei das Vorgehen. Das resultiert ganz von alleine aus der Haltung, dass das der einmal festgelegte Ablauf nicht für immer fest ist. Wenn man ihn verändern darf, probiert man auch gelegentlich Veränderungen aus (in seinem Kopf?) und wenn sie eine Verbesserung darstellen, bleiben sie erhalten. Es geschieht sozusagen zufällige Evolution.

Prozessoptimierung optimieren

Aber diesen Prozess der Prozessoptimierung, kann man noch stark optimieren, vor allem, wenn er so dynamisch auftaucht. Anstatt einzelne Verbesserungen in der echten Welt auszuprobieren, ist es schon mal viel besser eine große Menge Alternativen in seinem Kopf zu simulieren, bis man eine deutlich bessere gefunden hat.

Hier kommt auch das Design-Prinzip zum Vorschein: Im Vergleich zu gewöhnlichen Entscheidungen, wo man mit unzähligen Optionen zu kämpfen hat und die endgültige Auswahl ein echtes Kopfzerbrechen erfordert, ist es komplett auf den Kopf gestellt: Die Schwierigkeit liegt im Finden einer guten Alternative. Man kann natürlich viele Ideen haben, die meisten werden allerdings ziemlich schlecht sein. Mit der Zeit kristallisiert sich vielleicht etwas besseres heraus. Das dauert aber. Sicher ist allerdings: Sobald man eine besonders gute Alternative gefunden hat, kann man sie sofort erkennen.

Das ist auch bei Prozessoptimierung der Fall. Man sollte eine Menge Ideen sammeln, wie man einen Ablauf verändern könnte, um ihn zu optimieren. Dann diese Ideen aussortieren und kombinieren, um eine besonders gute Lösung zu finden, die dabei ausgesprochen leicht zu erkennen ist. Womit dann auch die Entscheidung getroffen ist. Der bisherige Ablauf wird durch diesen neuen ersetzt.

Aber wie generiert man solche Ideen? Dazu kann ich nicht viel sagen. Zum einen kannst du natürlich deine Kreativität trainieren, indem du jeden Tag eine ganze Liste Ideen zu irgendeinem Thema aufschreibst, und das dann auch hier anwenden. Zum anderen möchte ich dir noch ein Prinzip vorstellen, mit dem sich der Prozess noch weiter vereinfachen lässt.

Prozesse visualisieren

Das ist der große Trick: Sobald du den Prozess in seiner Gesamtheit vor dir siehst, erkennst du ziemlich schnell einige der Defizite. Du kannst unnötige Schritte streichen und schon durch winzige Umsortierungen deutliche Erleichterungen erreichen. Welche Variante der Visualisierung du letztendlich verwendest ist eigentlich egal. Hauptsache ist, dass du keinen einzigen Schritt weglässt. Du musst den Prozess bis ins kleinste Detail aufzeichnen. Nur gelegentlich ist es erlaubt mehrere Schritte unter einem Oberpunkt zusammengefasst zu lassen. Wann genau, wirst du schon selbst herausfinden mit der Zeit.

Anstatt das irgendwie zu machen, kannst du auch noch mehr Struktur in dieses Vorgehen hineinbringen. Zuallererst hast du also schon alle unnötigen oder doppelten Schritte einfach gestrichen. Wir brauchen sie nicht. Weiterhin findest du vielleicht Situationen, in denen zweimal das selbe an unterschiedlichen Stellen eingetragen wird – weil die Gewohnheit es eben so vorgibt. Auch soetwas kannst du vielleicht eliminieren oder zumindest automatisieren, sodass ein Programm das Kopieren der Daten übernimmt.
Und schließlich solltest du dir auch noch die Wartezeiten bei längeren Aufgaben anschauen. Wie kannst du sie geschickt übereinander legen, sodass du eine Sache startest, dann etwas anderes erledigst und schließlich rechtzeitig für das Ende der ersten Sache wieder da bist? So parallelisierst du die verschiedenen Aufgaben innerhalb einer einzigen Person. Eventuell kannst du auch mehrere Personen gleichzeitig daran arbeiten lassen, das ist allerdings etwas, was du vorher gut abwägen solltest. Jede zusätzliche Person in einem Prozess erhöht die Komplexität ungemein.

Was ist hier der längste Schritt, unter dessen Länge die Gesamtdauer des Prozesses absolut nicht abgesenkt werden kann? Hierauf solltest du im Folgenden deinen Fokus richten. Kann man diesen Schritt irgendwie abändern, sodass er kürzer dauert? Das ist der limitierende Schritt. Solange er unverändert bleibt, stößt Prozessoptimierung durch Umsortierung an ihre Grenzen. Und es gibt auch noch eine Menge anderer Varianten, wie ein einzelner Schritt eine Grenze zur Verbesserung darstellen kann. Vielleicht wird eine Ressource von mehreren verschiedenen Prozessen geteilt. Vielleicht muss man noch auf ein äußeres Ereignis warten, bevor man weitermachen kann. Sobald du dich mit dem Prozess beschäftigst, werden dir die limitierenden Schritte sofort auffallen. Sie werden vermutlich sogar unterschiedlich sein, je nachdem nach welcher Variable du optimieren möchtest. Auch das ist also wichtig im Blick zu behalten. Und wie kannst du diese limitierenden Schritte jetzt umgehen? Finde eine gute Lösung. Designe einen besseren Prozess.

überall anwenden

So extrem, wie ich das Ganze eben ausgeführt hat, muss man normalerweise gar nicht werden. Die meisten Abläufe sind überhaupt nicht optimiert und es kann schon eine Menge gutes getan werden, allein dadurch, dass man sich um eine Verbesserung bemüht. Es geht also weniger um die absolute Optimierung eines Vorgehens, bis es nicht besser werden kann. Vielmehr ist es wichtig einen Blick für das Optimierungspotential einer Sache zu entwickeln und Handlungsinitiative zu ergreifen, wenn es besonders groß ist. Dann kann man immerhin mit wenig Aufwand eine Menge zukünftigen Aufwand vermeiden.

Und das lässt sich wirklich überall anwenden. Sobald du dafür sensibilisiert bist, kannst du Prozesse in jedem Aspekt deines Lebens erkennen und hast dann auch gleich Ideen, wie du ihn vielleicht ein bisschen besser machen könntest. Und dann setzt du das um. Und dann gibt es da noch diesen anderen Prozess, den du auch gleich optimierst. Und noch einen anderen. Vielleicht schlägst du anderen simple Verbesserungen vor? Ganz egal. Beschäftige dich mal ein bisschen mit der Frage aus der Überschrift: Wo kann man überall Prozessoptimierung anwenden?

Selbstkenntnis kommt von Menschenkenntnis

Selbstkenntnis ist eines der wichtigsten Ziele, das du in deinem Leben verfolgen solltest. Es geht darum dich selbst zu verstehen. Darauf Rücksicht nehmen zu können, was du nicht so gerne machst, wo deine Schwächen liegen, et cetera. Besonders nach den Dingen zu streben, die dir großen Spaß machen, wo deine Stärken liegen. Und das geht eben nur, wenn du auch weißt, was das ist. Wenn du gelernt hast, welche Dinge dir liegen und für was du eher nicht so gut geeignet bist. Welchen Effekt große Menschenmengen also Überstimulation auf dich haben. Ob du eher durch soziale Interaktion oder Separation deine inneren Batterien aufladen kannst. Und so weiter.

Es gibt eine unglaubliche Menge über dich selbst zu wissen. Die eben genannten Beispiele haben größtenteils auf der introvertiert-extrovertiert Unterscheidung beruht, einem der wichtigsten Aspekte unserer Psyche. Dazu gehören viele Einzeldetails die in ihrer Gesamtheit in Tendenz in eine der beiden Richtungen ausmachen. Darüber hinaus gibt es aber logischerweise noch eine Menge weitere Eigenschaften deiner Persönlichkeit, die du kennenlernen solltest, um dich ihnen entsprechend verhalten zu können. Deine Stärken können schließlich erst dann so richtig aufblühen, wenn du sie auch nutzt. (Persönlichkeit ist denke ich nicht wirklich das richtige Wort. Vielleicht passt (inneres) Wesen besser?)

Es ist also nur logisch nach solcher Selbstkenntnis zu streben. Es kann doch nur hilfreich sein sich selbst zu kennen und dadurch viel bessere Entscheidungen treffen zu können, oder? Aber wie erreicht man das? Was muss man tun, um sich selbst so gut kennenzulernen. Zum einen gibt es da natürlich immer den Weg des Nachdenkens. Man setzt sich hin und denkt über sich selbst und sein Leben nach. Mit der Zeit hat man dabei sicherlich einige Erkenntnisse, die schon eine Weile tief drinnen schlummern und nur darauf warten, endlich mal das Tageslicht erblicken zu dürfen. Aber vielleicht ist das auch nichts für dich. Ich möchte einen anderen Weg vorstellen: Er besteht daraus zuerst einmal andere Menschen verstehen zu lernen und dann nur noch zu erkennen, welche Spezialitäten man selbst in dieser Hinsicht hat. Dieser zweite Schritt ist deutlich einfacher, als all das durch direktes Nachdenken zu erkennen und als netten Nebeneffekt bekommt man auch noch eine Menge Menschenkenntnis dazu. Es gilt sozusagen „Menschenkenntnis + eigene Spezialitäten = Selbstkenntnis.“

Menschenkenntnis

Die Beobachtung anderer Menschen ist viel einfacher, als sich selbst zu beobachten. Wir machen es schließlich schon unser ganzes Leben. Aber dennoch kann man nicht in sie hineinschauen. Man kann eine Menge an ihrem Verhalten ablesen, aber ihre Gedanken und Gefühle dahinter bleiben für immer hinter einem Vorhang des Schweigens verborgen. (Teilweise kann man die grundlegende Richtung von Emotionen an der Körpersprache der jeweiligen Person ablesen.)

Jedenfalls solltest du Menschen beobachten, um zu verstehen, was sie antreibt. Zusätzlich dazu ist es aber immer auch hilfreich sich mit ihnen zu Unterhalten, um zu verstehen, was ihre wahren Beweggründe sind und wo du falsch interpretiert hast. So lernst du sie immer besser kennen. Irgendwann kannst du vielleicht sogar ihre Sätze für sich vervollständigen? Das solltest du aber auf keinen Fall laut machen. Mache das mit Genug verschiedenen Leuten und du bekommst ein Gefühl für all die Dimensionen in denen sich verschiedene Leute unterscheiden können. Manche reden viel, andere bedenken ihre Worte stärker, ist nur eines von unzähligen Beispielen. Entwickle eine beeindruckende Menschenkenntnis. Die kann dir unglaublich viel bringen im Leben.

Und nutze sie auch! Nimm Rücksicht, wo du die Möglichkeit hast. Setze Leute je nach ihren Stärken ein, wenn du darauf einen Einfluss nehmen kannst. Verbringe mit diesen Leuten jeweils die Sorte Aktivitäten, die sie am liebsten hat. Und so weiter. Es gibt eine Menge Potential, wo du mit Menschenkenntnis gutes tun kannst in der Welt.

Selbstkenntnis

So. Kommen wir zum zweiten Schritt. Du hast jetzt ein Gefühl für die verschiedenen Dimensionen erlangt, in denen sich die Menschen unterscheiden. Je tiefer du übrigens dabei zu den Grundursachen vorstößt, desto besser. Das gibt dir aussagekräftigere Unterscheidungen. Wohin fällst du auf den hier entstehenden Spektren? Was sagt das über deine eigenen Vorlieben und Schwächen aus? Deckt sich das mit deinem instinktiven Verhalten oder zwingst du dich irgendwo zu etwas, das eigentlich unnatürlich für dich ist? Vielleicht ist es dir vorher gar nicht aufgefallen, wie anstrengend es für dich ist, dort jemand anderes zu sein, als du eigentlich bist. Jetzt kannst du es bemerken und dich in Zukunft eventuell natürlicher verhalten.

Du hast jedenfalls meine explizite Erlaubnis dazu! Bitte verhalte dich so, wie es am meisten deiner Natur entspricht. Wer sind schon wir, dich dafür zu beurteilen? Wir alle haben unsere eigenen Besonderheiten, die wir hinter dicken Türen verschließen, weil wir uns nicht trauen sie der Welt zu zeigen. Du gehst damit also mit gutem Beispiel voran und erlaubst uns allen ein weniger angespanntes Leben zu führen. Natürlich ist es immer noch erlaubt mit dem großen Strom mitzuschwimmen, aber an den Stellen, wo du doch lieber etwas anderes machen würdest, ist das sogar noch erstrebenswerter. Sei stolz darauf nicht exakter Durchschnitt zu sein. Von solchen Leuten brauchen wir viel mehr. Den Durchschnitt in Person gibt es sowieso nicht. Jeder ist irgendwie anders.

Ansporn

Also bist du bereit dafür? Wenn du meinen Hinweisen folgst, verbesserst du nicht nur deine Menschenkenntnis enorm, was eine sehr wichtige Fähigkeit im Leben ist, du lernst auch dich selbst deutlich besser kennen. Und das lohnt sich, glaub mir. Vieles von den Dingen, die du über dich erfahren wirst, hast du instinktiv schon vorher gewusst. Sie haben dich bereits dein ganzes Leben begleitet, du konntest sie nur nie in Worte fassen. Jetzt kannst du es und es bringt dir umso mehr. Vorher hattest du vielleicht ein ungutes Gefühl, wenn du Entscheidungen gegen deiner Natur getroffen hast, jetzt weißt du genau was da los ist und kannst eine tatsächlich fundierte Entscheidung treffen. Du kannst den Fokus deiner Tage auf die Dinge legen, die du besonders gern machst. Du kannst dir Freunde suchen, die ähnliche Vorlieben haben. (Oder exakt gegensätzliche? Das wäre doch auch mal eine interessante Kombination. Sag mir Bescheid, wenn es funktioniert!)

Also worauf wartest du? Begebe dich auf deinen Weg zur Selbstkenntnis!

Ein Umgebung in der Intellektualität geschätzt wird

Das würde man sich doch für sein Kind wünschen, oder? In einem solchen Umfeld wäre man selbst gerne aufgewachsen, zur Schule gegangen, in seinem jetzigen Leben. Vielleicht stimmst du mir ja zu, sobald ich erkläre, was ich damit meine und wieso die Auswirkungen relevant sind. Vielleicht fallen dir dann aber auch noch ganz viele andere Dinge ein, die zusätzlich zur Intellektualität auch geschätzt werden sollten: Kreativität, soziale Kompetenz, Führungskompetenz und solche Sachen. Ich halte sie auch für sehr wichtig, werde aber jetzt nicht näher darauf eingehen. Damit darfst du dich dann selbst beschäftigen. Zum Beispiel wenn du daran gehst solche Umgebungen für dich selbst und (deine) Kinder zu erschaffen. Und das ist ja letztendlich der Grund, warum ich überhaupt über Umgebungen schreibe: damit du dich mit Umgebungsdesign beschäftigst.

Also was meine ich mit Intellektualität und warum ist es wichtig, dass sie geschätzt wird? Als kurzen Überblick kann ich verraten, dass man sich logischerweise verstärkt mit den Sachen beschäftigt, die im eigenen Umfeld geschätzt werden. Man möchte dazugehören und gut darin sein. Man wird von der eigenen Umgebung ganz schön stark beeinflusst. Was in der Umgebung geschätzt wird, sei es Intellektualität, Fußballkünste oder Geld-Verdienen, spielt eine große Rolle. Besonders für Kinder verändert es die komplette Bahn, auf der ihr restliches Leben verlaufen wird. Hier kann man eine Menge gutes tun, indem man die richtigen Umgebungen erschafft oder zumindest seine eigenen Kinder in der richtigen Umgebung aufwachsen lässt. Aber dazu später mehr.

Intellektualität

Mit diesem Wort habe ich jetzt schon mindestens 3 mal um mich geworfen. Was meine ich denn überhaupt damit? Auf dem grundlegendsten Level eine Bereitschaft zu Lernen. Freude am Lernen. Den Willen die Arbeit an der eigenen Karte des Wissens immer fortzusetzen.

Hält man sich hier auf, lernt man nicht nur diese Lebenseinstellungen, sondern auch all die positiven Effekte, die sie zeigen. Zuallererst lernt man natürlich eine Menge. Allein das fühlt sich schon toll an: viel zu wissen. Dann kommt man zusätzlich auch noch immer häufiger in Situationen, wo man sein Wissen anwenden kann und es einen echten Vorteil bringt. Durch soetwas wird man nur darin bestärkt weiterzumachen. Weiterhin kann man viel mehr machen in der Welt, wenn man diese Sachen weiß beziehungsweise kann. Dein Leben ist spannender. Du wirst sogar besser darin neue Dinge zu lernen, von denen du bisher noch nicht mal was gehört hast, und kannst sie also umso schneller benutzen.

Das alles bewirkt also eins: du baust eine feste Überzeugung auf, wie gewinnbringend Lernen für deine Leben ist und wie viel du noch weiteres lernen möchtest. Damit stellt eine Umgebung, in der Intellektualität geschätzt wird, den Grundstein für ein geniales Leben dar. Lebenslanges Lernen und alle damit verbundenen (und eben angeschnittenen) tollen Konsequenzen bekommt man praktisch geschenkt. Nur weil man sich in einer Umgebung befindet, die das wertschätzt. Ganz schön beeindruckend, oder? Dieser Effekt erfordert vielleicht eine ein wenig nähere Erklärung.

Umgebungen

Wir werden sehr stark von unserer Umgebung beeinflusst. Dagegen können wir gar nichts machen. Wir sind lange nicht so frei, wie wir oft glauben. Die Umgebung legt die Regeln fest, an die wir uns instinktiv halten. Sie hat eine Obergrenze, einen Deckel, den wir nicht durchbrechen können. Wir nehmen darin automatisch eine bestimmte Rolle ein. Welche Rolle ist das? Das ist ein Beispiel für die paar Sachen, die man dann doch noch unter Kontrolle hat.

Du kannst das in deinem Leben ziemlich einfach in Aktion sehen: allein die Tatsache, in wessen Gegenwart du dich befindest, verändert schon, wie du dich verhältst. Denk mal darüber nach. Du hast die verschiedensten Freunde, die die verschiedensten Effekte auf dich haben. Bist du mit ihnen alleine, zeigst du eine ganz bestimmte Verhaltensweise. Und das hat nichts mit einem eventuellen Status dir gegenüber zu tun. Es ist allein, dass er Teil deiner Umgebung ist.

Und genauso ist es mit allen anderen Aspekten. Es gibt ungeschriebene Regeln, die vielleicht mit der Zeit in deiner Gegenwart gewachsen sind oder die du eventuell auch ziemlich schnell erlernt hast, als du der Umgebung beigetreten hast. Manche Verhaltensweisen sind da eben Norm, andere verboten. Sogar was man denkt ist davon beeinflusst. Außerdem gibt es einen Deckel, an dem du nicht vorbeikommst. Solange du in dieser Umgebung bist, schränkt dich der Deckel ein und du kommst nicht vorbei. Willst du höher hinaus, musst du die Umgebung wechseln.
Und zu diesen Einschränkungen kommt dann auch noch die Rolle dazu, in der du dich siehst. Du hast immer eine Rolle. Eventuell könntest du dir eine andere zuschreiben und dadurch ganz andere Möglichkeiten in dieser Umgebung eröffnen? Denk mal darüber nach!

Die Auswirkungen

Umgebungen bringen also eine Menge Einschränkungen mit sich. Manche Einschränkungen wie Schwerkraft haben alle Umgebungen gemeinsam, sie können sich nicht verändern. (Bis Raumfahrt normal für jedermann wird.) Andere sind nur in ganz bestimmten Umgebungen präsent. (Nur wenn Mama daheim ist, darf ich maximal 2h pro Woche Computerspielen, oder so.) Es ist wichtig sie bewusst zu verstehen. Unterbewusst kennst du sie schon lange. Sie informieren immerhin deine Entscheidungen. Dir bleiben dann ja nur noch die übrigen Optionen zur Auswahl übrig. Du hast sozusagen freien Willen bis auf die Einschränkungen deiner Umgebung. Was wirst du wählen? Wählst du dich in eine andere Umgebung mit besseren Möglichkeiten zu begeben?

Das kann einen geographischen Umzug bedeuten, aber muss man wirklich so weit gehen? An manchen Stellen reicht ein ernsthaftes Gespräch mit Freunden, an einer anderen eine kleine Neudekoration deines Zimmers. Du kannst dich ordentlicher Kleiden oder einem Fitnessstudio beitreten. Wie genau du deine Umgebung änderst ist eigentlich ziemlich egal. Wichtig ist, dass du sie änderst. Wichtig ist, dass du erkennen kannst, was die Regeln und Deckel einer Umgebung sind und welche Rolle du in ihr spielst. Dann kannst du darauf achten, wenn du dir eine neue Umgebung aussuchst. Oder vielleicht sogar eine erschaffst. Du kannst darauf achten, dass sie dir genau die Möglichkeiten bietet, die du gerade brauchst, dass sie dich nach oben antreibt, anstatt dich hinunter zu ziehen.

Öffne deine Augen. Beginne die Umgebungen um dich herum wahrzunehmen. Verabschiede dich von dem krassen Individualismus, der hier im Westen so weit verbreitet ist. Lerne diese Wechselwirkungen zu erkennen und zu nutzen. Vielleicht sogar zu designen!

Und jetzt lies den Artikel nochmal.

Wie oft bringst du dich selbst in fordernde Situationen?

Man kann den einfachen Weg im Leben gehen. Den Weg des geringsten Widerstandes. Dazu muss man sich noch nicht einmal entscheiden. Es ist die Standardeinstellung unseres Gehirns, das immer darauf aus ist Energie zu sparen. Man treibt dabei sozusagen durchs Leben. Von einer Situation zur nächsten. Und verändert sich nicht viel. Zumindest nicht absichtlich. Natürlich befindet man sich trotzdem in ständiger Veränderung, aber kaum etwas davon kann man als persönlichen Wachstum bezeichnen. Diese erstrebenswerte Variante ist sehr selten, wenn man einfach nur durchs Leben treibt.
Aber zum Glück gibt es ja auch eine Alternative. Man kann einen anderen Weg durchs Leben wählen. Aktiv Entscheiden, wohin man gehen möchte, mit welchen Situationen man sich (zusätzlich) auseinandersetzen will, was man dementsprechend lernt. Denn die Umgebung, in der du dich befindest, bestimmt logischerweise, was von dir gefordert wird. Und das wiederum sorgt dafür, dass du dich daran anpasst und diese Fähigkeiten lernst. Deine Umgebung hat einen direkten Einfluss auf deine Entwicklung. Und wenn du fordernde Situationen wählst, entwickelst du dich besonders stark.

fordernde Situationen

Es gibt Situationen, in denen einfach 10x mehr verlangt wird, als in „normalen“ Situationen. Normale Situationen sind die, in die man auch hinein gerät, wenn man dem Weg des geringsten Widerstandes folgt. In so fordernde Situationen kommt man nur, wenn man großes Glück hat oder das ganz gezielt erstrebt. Warum Glück? Weil du dadurch die bestmöglichen Voraussetzungen für enormen persönlichen Wachstum hast. Ich hab es ja eben schon erklärt: Hier wird deutlich mehr von dir verlangt, also passt du dich daran an, wächst und schaffst dann auch diese Anforderungen zu erfüllen.
Also will man solche Situationen doch verstärkt in seinem Leben installieren, oder? Lebensabschnitte starten, bevor man sich bereit fühlt. Ein, zwei Stufen höher zielen, als die Selbsteinschätzung, was man realistisch erreichen kann. Die höchsten Standards auf die eigene Arbeit anwenden und oberste Leistung von sich selbst einfordern. Zusagen treffen, die man nur einhalten kann, wenn man sich ganz schön streckt. Und so weiter.

anstreben

Mach dir jetzt gleich mal darüber Gedanken, wie du besonders fordernde Situationen in deinem Leben betreten kannst. „Fühlst du dich schon bereit dafür Kinder großzuziehen? Wenn nein, könntest du trotzdem jemanden adoptieren?“ ist nur ein Beispiel. Du musst immer daran denken, dass in jeder Situation ganz bestimmte Fähigkeiten von dir verlangt werden. In jeder Situation sind es andere. Du kannst schon vorher wissen, welche das sind, und dann abwägen, ob du wirklich möchtest, dass du sie kannst. Manche fordernde Situationen bringen dir vielleicht Sachen bei, die du nie können wolltest. Dieses Risiko existiert immer.

Aber wieder zurück zur Sache. Hast du einen Weg gefunden, wie du dafür Sorgen kannst, dass dein Leben mehr von dir verlangt? Du solltest solche Situationen gezielt anstreben, wenn sie sich dir präsentieren. Glücklicherweise hast du ja jetzt die Chance sie zu erkennen, weil wir darüber geredet haben. Aber wirst du die Chance nutzen? Das ist nur eine Frage der Einstellung.

Wachsen wollen

Es ist inzwischen ziemlich weit bekannt, dass die eigene Überzeugung, ob man Wachsen bzw. sich Verändern kann oder die eigene Persönlichkeit starr und unveränderlich ist, großen Einfluss darauf hat, wie leicht man sich dabei tut, etwas zu lernen und dadurch zu wachsen. Logischerweise sollte man danach streben die erste Variante, das Growth-Mindset, in sich selbst zu verankern.

Aber das reicht noch nicht. Darüber hinaus muss man auch aktiv nach Wissen streben. Es ist nicht genug nur davon überzeugt zu sein, dass man wachsen könnte, wenn man denn wollte. Man muss es auch wollen. Man muss jede sich bietende Gelegenheit bei den Haaren packen und die fordernde Situationen dahinter mit offenen Armen empfangen.

Machst du das schon? Wenn nicht, solltest du es auf jeden Fall lernen. Das ist einer der simpelsten Wege, die eigene Entwicklung ungemein zu beschleunigen. Du musst sie ja nicht mal aktiv erschaffen, auch wenn das natürlich die beste Variante wäre. Es reicht schon entsprechende Gelegenheiten zu bemerken und zu nutzen.

Gelegenheiten nutzen

Es haben sich dir in deinem Leben bestimmt schon einige Gelegenheiten zu einem solchen Wachstum präsentiert. Nicht schlimm, falls du sie verpasst hast. In Zukunft werden ja noch weitere kommen. Vielleicht kannst du ja ein paar von ihnen reaktivieren, wenn du ihnen denn folgen möchtest. Ansonsten musst du unbedingt bereit sein, Gelegenheiten in der Zukunft zu erkennen, sobald sie sich präsentieren. Je bereitwilliger du sie dann wahrnimmst, desto hilfsbereiter sind dann vermutlich sogar die Leute, die sie zu dir getragen haben. (Falls sie dir von einem Mentor präsentiert wurde. Es gibt natürlich auch unzählige andere fordernde Situationen, denen du völlig zufällig begegnest, die du genauso bereitwillig wahrnehmen kannst und solltest.)

Warum?

Ich hab es ja eigentlich schon mal gesagt. Als jemand, der wachsen möchte, stellen solche fordernden Situationen, in denen du geradezu Wachsen musst, weil dir gar nichts anderes übrig bleibt, die einfachste Möglichkeit dar, ungemeine Fortschritte zu machen. Außerdem habe ich dir empfohlen nach Wachstum zu streben. Aber warum? Was ist so schlimm an einem Leben, in dem man den einfachen Weg geht, in dem sich nicht viel ändert?

Auf den ersten Blick vielleicht nichts. Da fallen dir nur die angenehmen Seiten ein. Die, die du dir bewahren möchtest, in dem du nichts veränderst und den einfachen Weg gehst. Aber willst du wirklich nichts an diesem Leben ändern? Gibt es da nicht ein paar Sachen, die du daraus entfernen möchtest, die du eigentlich nicht unbedingt jeden Tag ertragen möchtest? Bist du nicht unzufrieden damit, wie wenig du erreichst?
Und noch schlimmer: Kannst du mit dem Risiko leben, dass du ganz aus Versehen in eine Umgebung gerätst, die dich enorm runter zieht.

Wir verändern uns ständig, egal ob wir daran glauben oder nicht. Die Umgebungen, in denen wir uns befinden, setzen die Impulse in welche Richtung diese Veränderung stattfindet. Solange man diese Umgebungen nicht aktiv designt, indem man die eigenen Herausforderungen wählt, bleibt man immer ein lebloser Spielball des Schicksals. Dann kann man kaum Einfluss darauf nehmen, wo das eigene Leben hingeht. Willst du das wirklich?

Ich finde die Option, bei der man sein Leben und seine Fähigkeiten designt, indem man die richtigen Umgebungen auswählt, deutlich besser. Wirst du mir folgen?

BOLD ist ein Handbuch für exponentielle Unternehmer

„BOLD“ von Peter Diamandis und Steven Kotler ist der Nachfolgeband zu Abundance. Nachdem in Abundance die exponentielle Natur unserer Lösungen für die größten Probleme unserer Zeit dargelegt wurde und man als Leser davon überzeugt ist, dass diese Zukunft nicht mehr fern ist, füllt BOLD perfekt die entstehende Lücke. Es ist ein Handbuch für alle Unternehmer, die daran mitarbeiten wollen diese Zukunft zur Realität werden zu lassen. Denn die größten Probleme unserer Zeit sind gleichzeitig auch die größten Geschäftsmöglichkeiten. Wer sie löst, kann damit eine Menge Geld verdienen – und gleichzeitig der Welt etwas gutes tun.

BOLD

Das Buch geht dabei in 3 Teilen vor. Zuerst werden Exponentielle Technologien vorgestellt, die derartige exponentielle Unternehmen ermöglichen. Danach gehen die Autoren auf die Geisteshaltungen ein, die notwendig sind, um diese Entwicklungen auch ausnutzen zu können. Man muss lernen exponentiell, anstatt linear zu denken. Und schließlich kommt in Teil 3, der zweiten Hälfte des Buches, das Handbuch zum Vorschein. Es sind Erklärungen und Anleitungen, wie man die große Masse an Menschen produktiv ausnutzen kann, die alle exponentiellen Entwicklungen überhaupt erst ermöglicht. Sie sind exponentiell, weil immer mehr Menschen immer schneller dabei mithelfen.

1. exponentielle Technologien, die bald die Welt verändern werden

Man kann hierbei ein simples Muster erkennen: Diese exponentiellen Technologien starten ihre Reise, sobald sie eine alte Technologie digitalisieren. Am Anfang sind sie dann noch sehr unauffällig. Jede exponentielle Kurve ist zu Beginn ziemlich flach. Man beginnt erst ihr Beachtung zu schenken, wenn es für viele schon zu spät ist. Diese alten Lösungen werden dann erschüttert und oft (fast) kostenlos, viele verschwinden sogar gänzlich. Wer braucht schon Film, wenn Fotos digital gemacht werden? Und schließlich werden diese Technologien demokratisiert, jeder hat Zugang.

Das ist ein Mechanismus, den das Buch selbst viel besser erklärt. Zu Beginn steht eine alte Technologie, die schließlich völlig unerwartet von einer digitalen Variante ersetzt und allen (fast) kostenlos zugänglich gemacht wird. Und er spielt sich bei allen exponentiellen Technologien so ab. Man konnte ihn schon bei ein paar Beispielen beobachten. Das Buch nennt allerdings auch 6 Technologien, die sich aktuell noch in der Phase befinden, wo kaum jemand ihnen große Beachtung schenkt, die aber bald mit exponentiellem Wachstum in die Höhe schnellen werden. Besser man fährt mit oder?

Genannt werden 3D Druck, Sensoren, unendliche Berechnung, künstliche Intelligenz, Robotik und synthetische Biologie. Und verbunden ist das Ganze mit einigen Beispielen, sodass man selbst ein paar Ideen bekommt, wie man es ausnutzen könnte. Lies BOLD um mehr darüber zu erfahren und dich zu deinen eigenen Ideen inspirieren zu lassen.

2. die richtige Geisteshaltung

Wie erreicht man außergewöhnliche Mengen von Innovation? Die Autoren stellen ein simples Prinzip vor, wie Innovationen sehr stark wahrscheinlicher gemacht werden können und erklären auch die verschiedenen Grundlagen für Flow, dem Modus, in dem wir am besten Arbeiten können.

Weiterhin ist es notwendig zu lernen, wie man etwas wirklich großes startet, bei dem die Leute daran glauben, dass es funktioniert. Wo die Leute mithelfen wollen, dass es Realität wird. Immerhin werden die größten Ergebnisse erst durch die große Masse ermöglicht.

Und schließlich wird hier noch darüber geredet, wie verschiedene Leute, die es bereits geschafft haben durch solche Technologien einen enormen Einfluss zu nehmen, vorgehen. Was ihre grundlegenden Prinzipien sind und wie man sie selbst anwenden kann. Die Beispiele? Elon Musk, Sir Richard Branson, Jeff Bezos und Larry Page.

3. Wie man die große Masse nutzt

Es werden 3 Techniken und 1 simpler Trick angesprochen, wie man zum Beispiel den kognitiven Überschuss der Menschheit benutzen kann.

Crowdsourcing

Zum Beispiel kann man viele Aufgaben in kleine Stücke zerteilen und auf eine große Menge Menschen verteilen, die das womöglich sogar freiwillig erledigen. Dadurch geht die Arbeit unglaublich schnell voran. Auf diesem Maßstab kann man gar nicht arbeiten, wenn man es selbst machen wollte. Es wird erst durch das Internet ermöglicht und folgt oft sogar einer exponentiellen Kurve der Außenbeteiligung.

Auf der anderen Seite kann man aber auch große, komplexe Aufgaben an die große Masse outsourcen. Dabei findet man dann eben eine Einzelperson oder kleine Gruppe, die das Problem komplett löst, anstatt dass alle zusammenarbeiten. Beispiele sind die unzähligen Seiten, die Selbstständigen helfen Arbeit zu finden oder Wettbewerbe um Dinge wie Designs oder Filmproduktion abhalten. (Die man dann sozusagen kauft.)

Crowdfunding

Das ist eine immer bekannter werdende Möglichkeit der Finanzierung großer Projekte. Eine große Masse Menschen beteiligt sich in kleinem Maßstab und das addiert sich zu ziemlich großen Summen auf. Man muss sie nur dazu bringen, dieses Projekt finanzieren zu wollen, aber auch hierzu liefert das Buch eine Anleitung. Besonders interessant ist hier die Tatsache, dass auf ziemlich erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen oft auch noch ganz andere Angebote von Leuten folgen, die gerne mithelfen wollen. Das ist dann also erst der Startpunkt.

Gemeinschaften aufbauen

Die große Masse ist natürlich schon eine große Macht. Aber was wenn du eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten aufbauen kannst? Damit kann man dann noch viel mehr erreichen. Sie arbeiten an den größten Projekten freiwillig mit, weil sie von einem gemeinsamen Zweck verbunden werden. Und das Buch gibt eine Anleitung, wie man den Ort errichten kann, an dem sich eine solche Gemeinschaft zusammenfinden kann und wie man sie dann in eine bestimmte Richtung anstoßen kann, um die großen Probleme zu lösen, die sie sich auf die Fahne geschrieben haben.

Anreizwettbewerbe

Und diese Variante die große Masse zu nutzen wird natürlich auch wieder angesprochen. Hier geht es darum Probleme zu lösen, die vorher noch nicht gelöst wurden. Man schreibt einen Wettbewerb aus, an dem sich jeder beteiligen darf und der dadurch eine Menge Innovationsbemühungen hervorruft. Wird er richtig designt, kann aus den ganzen Erfindungen sogar eine komplette Industrie erwachsen. (Und das Problem wird gelöst, das man gelöst haben wollte, das man aber niemals selbst hätte lösen können.) Ein super Trick also.

Und wie immer gilt: Ich hoffe ich habe dich durch diesen (sehr kurzen) Überblick dazu inspiriert auch BOLD auch selbst mal zu lesen. Dabei findest du dann schließlich noch viel genauere Informationen und hoffentlich auch die Werkzeuge, um dich an unserer Reise zu einer Welt der Fülle zu beteiligen. Denn die größten Probleme stellen gleichzeitig auch die größten Geschäftsgelegenheiten dar. Willst du Milliardär werden, indem du einer Milliarde Menschen hilfst?

Der letzte Schritt zur Selbstverbesserung

Selbstverbesserung kann an vielen Punkten starten. Aus irgendeinem Grund ist man unzufrieden mit dem aktuellen Zustand und versucht sich selbst zu ändern, zu verbessern. Vielleicht geschieht es sogar ganz aus Versehen oder durch den Einfluss einer anderen Person. Aber danach ist man neugierig. Kann man diese Verbesserung wiederholen? Wie kann man diesen Prozess in sein Leben integrieren? Wie viel besser kann man werden? Was lässt sich alles lernen? Wobei sollte man beginnen, weil dadurch alles andere leichter wird? Und so weiter. Selbstverbesserung fühlt sich gut an. Ein bisschen jeden Tag reicht schon aus, um beeindruckende Ergebnisse zu erzielen. (Weil auch +1% eine exponentielle Kurve ist.) Aber in diesem Stadium ist es noch nicht ganz in deinem Leben angekommen. Mal fühlst du dich danach, dann wieder nicht. Es ist nur manchmal präsent. Der letzte Schritt zur Selbstverbesserung ist dann der Moment, indem du es nicht mehr erträgst zu stagnieren. Es nicht mehr aushalten kannst, dich nicht zu verbessern. Jeder Tag, an dem du nicht vorwärts gehst, ist ein Tag, an dem du rückwärts gehst. Der letzte Schritt ist dann natürlich auch gleichzeitig der erste Schritt eines Lebens dauerhafter Selbstverbesserung. Es ist nur der letzte Schritt auf dem Weg zur Selbstverbesserung. Die wahre Reise beginnt erst danach.

Der Beginn der Selbstverbesserung

Für jemanden, der Selbstverbesserung zu einem zentralen Teil seines Lebens machen möchte, gibt es verschiedene Startpunkte. Zahlreiche Schlüsselgewohnheiten ziehen zum Beispiel ganze Horden von guten Konsequenzen nach sich. Man kann damit beginnen gleich nach dem Aufstehen sein Bett zu machen, weil es eine ganz andere Lebenseinstellung symbolisiert. (Und man dadurch auch sein restliches Leben anders angeht.) Sport machen (und zwar regelmäßig!) ist auch sehr empfehlenswert. Genauso Meditieren und Bücher lesen. Wenn du es schaffst eine solche Aktivität als Gewohnheit in dein Leben zu integrieren, ändert das deinen Blick auf dich selbst. Du wirst in zahlreichen anderen Situationen beginnen dich anders zu entscheiden und dieser einen Gewohnheit folgen zahlreiche weitere gute Gewohnheiten, zum Beispiel eine gesündere Ernährung. Du bekommst einen Einblick, was alles möglich ist.

Und dann bist du motiviert. Was kann man noch alles erreichen? Du integrierst auch die anderen 3 Dinge in dein Leben, die ich eben genannt habe. Du informierst dich über die verschiedensten Techniken, wie du ein besseres zufriedeneres Leben führen kannst. Du lernst, wie man richtig lernt, sodass du alle möglichen Sachen mit größter Effizienz erlernen kannst. Und dann noch mehr lernen willst. Je mehr man weiß, desto mehr will man wissen. (Weil man dann erst merkt, über wie viele spannende Sachen man noch viel zu wenig weiß.) Das war also der erste Schritt, nach dem du dir deinen eigenen Pfad der Selbstverbesserung bahnst. Zuerst gelegentlich, dann immer öfter, bald wann immer du Zeit hast. Aber noch ist es kein zentraler Teil deines Wesens. Das ist dann der letzte Schritt.

nicht mehr aufhören können

Mit der Zeit gewöhnst du dich nämlich an die Selbstverbesserung. Es fühlt sich einfach gut an ständig etwas neues dazuzulernen, bei einer bestimmten Sache besser zu werden, mehr Menschen kennen zu lernen, sich an spannenden Projekten zu beteiligen, die eigenen Dämonen zu überwinden. Man will es nicht mehr vermissen. Irgendwann weiß man einfach, ob man seinen selbst-gesteckten Zielen näher kommt oder nicht. Man hat sich vielleicht vorgenommen eine schlechte Gewohnheit zu überwinden oder eine wichtige neue Verhaltensweise in sein Leben zu integrieren. Bei soetwas merkt man dann schnell, wenn man mal aussetzt. Es funktioniert deutlich schlechter. Man ist jedenfalls motiviert es jeden Tag zu machen.

Sobald man sich dann mehrere solche Selbstverbesserungsprojekte vorgenommen hat, an denen man jeden Tag ein Stückchen weiterarbeitet, merkt man es sofort, wenn man einen Tag aussetzt. Man will es gar nicht, denn jeder Tag, an dem man nicht vorwärts läuft, ist automatisch einer, an dem man rückwärts läuft. Ist ja auch verständlich. Man hat sich daran gewöhnt ständig besser zu werden. Man spürt, dass immer größere Verbesserungen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Und soetwas kommt auch immer mit dem Versprechen auf ein besseres Leben. Vielleicht weil man eine neue Technik gefunden hat, wie man seine Tage unglaublich gut macht. Oder ein bisschen Weisheit erlangt hat, wie glücklich sein funktioniert. Man will jedenfalls nicht mehr aufhören.

der letzte Schritt

Also verbessert man sich jetzt in jeder freien Minute. Man legt den Fokus seines Lebens auf Aktivitäten, die man wirklich machen möchte, anstatt nur durchs Leben zu treiben. Man lernt begeistert neue Dinge und beteiligt sich an Projekten, durch die man etwas neues lernt. Das macht fast schon süchtig. Ist es eine gute Sucht? Keine Ahnung. Man sollte natürlich vorsichtig sein, aber wer würde das denn nicht wollen? Wichtig ist jedenfalls sich nicht selbst zu bestrafen, wenn man doch mal einen Tag aussetzt. Das kommt halt auch mal vor. Die Tatsache, dass man sich darüber ärgert, ist schon genug, um es morgen noch unwahrscheinlicher zu machen. Man lernt daraus, wie es dazu gekommen ist, und vermeidet es in Zukunft.

Und das eben ist nur ein Beispiel für ein viel größeres Phänomen: Man lernt mit dem eigenen Verlangen nach Selbstverbesserung zu leben. Das ist etwas, das man vermutlich vorher noch nicht hatte. Den Drang immer mehr zu lernen, immer besser zu werden, ein noch genialeres Leben zu führen entwickelt man erst mit der Zeit. Man muss sich daran gewöhnen und lernen damit zu leben. Es ist bestimmt nicht leicht, aber sicherlich auch nicht schwierig. Man hat ja eben genau die Fähigkeiten, die man braucht, um das zu lernen, zu seinem Lebensinhalt gemacht. Bessere Voraussetzungen konnte man gar nicht haben.

Und dann geht es erst so richtig los. Man findet Freunde, die ihre Aufgabe genauso sehen. Man findet immer mehr Wissen und Verständnis für alle möglichen Mechanismen der Welt. Selbsterkenntnis ist sicherlich auch mit dabei. Das eigene Leben wird also immer besser. Man lernt Selbstverbesserung für sich selbst zu definieren. Was ist Selbstverbesserung für dich? Geht es bisher nur um die Optimierung deines Tagesablaufs? Oder strebst du bereits nach grundlegendem Verständnis für dich selbst und die Welt? Das ist jedenfalls mein großes Ziel: möglichst viel verstehen. Verständnis fühlt sich toll an. Probier es mal aus! 😉

Dinge erschaffen macht am meisten Spaß

Es gibt die verschiedensten Aktivitäten, mit denen man seine Zeit füllen kann. Man kann passiv herumliegen und sich berieseln lassen. Oder man ist aktiver und genießt eine bestimmte Erfahrung; oder verbringt eine tolle Zeit mit Freunden. Oder man lernt gezielt etwas neues, strebt nach Wissen und Verständnis der Welt. Das alles hat seine Daseinsberechtigung und es gibt noch vieles mehr. Man muss nur mal an die verschiedenen Dinge in seinem Leben zurückdenken, die man bisher gemacht hat. Aber eines habe ich bisher noch nicht genannt, das alle anderen in einer wichtigen Hinsicht übertrifft: Dinge erschaffen. Das erfüllt dich viel mehr als alles andere. Es macht dir im Augenblick Spaß und die Freude bleibt auch später noch bestehen. Du kannst es mit anderen zusammen machen und das Ganze sogar an einem größeren Zweck ausrichten, der ihm Bedeutung gibt. Was will man mehr?

Dinge erschaffen

Dieser Effekt beruht auf mehreren wichtigen Details. Man ist aktiv, erschafft etwas dauerhaftes, das man auch danach noch genießen kann, und tut das meist in einer Umgebung, in der zusammengearbeitet wird, anstatt gegeneinander anzutreten. Das alles sind wichtige Attribute, die man auch auf andere Aktivitäten in seinem Leben übertragen sollte.

Aktiv leben

Hier geht es wieder um das „dahin treiben“, das viele ihr Leben bestimmen lassen. Machst du etwas, weil du zufällig dort angekommen bist, oder weil du es dir aktiv ausgesucht hast? Machst du es mit einer gewissen Gleichgültigkeit oder mit der Freude aktiven Handelns? Dinge erschaffen gehört fast immer in die zweite Kategorie. Die Kategorie, wo man sein Leben in die Hand nimmt und aktiv entscheidet, was man machen wird, und wie viel Mühe man dort hineinsteckt. (Warum sollte man sich für etwas entscheiden und dann keine Mühe hineinstecken?)

Projekte verwirklichen, Dinge erschaffen ist also ein einfacher Weg ein aktives Leben zu führen. Es ist zeitlich begrenzt und man kann danach wieder weiter umher treiben, wenn man das denn unbedingt möchte. Oder man nimmt es als erste Sprosse einer Leiter, auf der man sich danach immer weiter hoch-arbeitet und sein Leben mit einer selbst bestimmten Richtung versieht. Was willst du machen mit deinem Leben? Welche Spur willst du auf der Welt hinterlassen? So entscheidest du, dass du Dinge erschaffen willst und welche Dinge das sind.

etwas hinterlassen

Wenn du etwas erschaffst, stellt das eine Veränderung der Welt dar. Vorher war es nicht da, jetzt ist es da. Ganz egal wie lange das so bleibt, das fühlt sich gut an. Jeder möchte einen Abdruck auf der Welt hinterlassen. Natürlich gibt es da auch immer die Variante etwas zu zerstören. Dadurch wird auch die Welt verändert. Das fühlt sich vielleicht auch gut an – für eine Weile. Aber der Weg des Erschaffens ist eindeutig befriedigender. Man fügt etwas hinzu. Die Menge der Dinge, die die Menschheit erschaffen hat, wird größer. Du kannst dich daran erfreuen, wenn du es betrachtest. Andere können sich daran erfreuen. Vielen Dank, dass du es erschaffen hast. (Falls sie es denn sehen können. Es gibt keinen Grund etwas zu erschaffen und dann daheim im Keller zu verstecken, weil man sich nicht traut es der Welt zu zeigen…)

Also was möchtest du erschaffen? Wie möchtest du die Welt verändern? Etwas zu erschaffen hat immer das Potential die Welt zu verändern. Vielleicht bleibt es ja dabei, dass es vorher nicht da war und jetzt da ist. Vielleicht zieht es aber auch eine Welle der Auswirkungen nach sich. Und dann noch eine Welle und noch eine. Manche Dinge verändern das Leben aller Menschen, sobald sie erschaffen wurden. Du kannst also die Welt besser machen, indem du etwas erschaffst. Willst du etwas bewirken, dass das Leben vieler Menschen auf eine positive Art und Weise berührt? Das geht nur, wenn du aktiv wirst. Zusammen mit vielen anderen.

Zusammenarbeit

Du musst nicht alleine sein bei der Durchführung deines Projektes. Es ist genauso oder vielleicht sogar noch zufriedenstellender ein Teil einer größeren Maschinerie (Gruppe) zu sein, die gemeinsam etwas ins Leben ruft. Plötzlich hat man das Produkt aller beteiligter Ideen und nicht nur deine eigenen. Plötzlich geht es viel schneller, als wenn du als einziger daran arbeitest. Plötzlich berührt es ganz automatisch viel mehr Menschen.

Und man fühlt sich zugehörig. Man ist Teil der Gruppe, die das erschafft. Man konkurriert nicht mit den anderen in der Gruppe, sondern hilft sich gegenseitig noch besser das Ziel zu erreichen. Vielleicht konkurriert man nicht mal mit anderen Gruppen. Nicht alles muss ein Wettbewerb sein. Da wo man gemeinsam auf ein Ziel zu läuft haben alle viel mehr Spaß und man erreicht es womöglich sogar besser. (Wenn auch nicht schneller, falls das das Ziel des Wettbewerbs gewesen wäre. Ein Wettbewerb optimiert einen einzelnen Aspekt. Zusammenarbeit die Gesamtheit aller Aspekte, die den einzelnen Mithelfern wichtig sind. Also eine ganze Menge.)

Sich an Projekten zu beteiligen, gemeinsam Dinge zu erschaffen ist also eine der besten Dinge, die man mit seinem Leben machen kann. Ich werde definitiv mehr davon in mein Leben integrieren.

es fühlt sich toll an

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich das bestätigen. All diese bisher genannten Aspekte helfen zusammen, um einen höchst erstrebenswerten Effekt zu erzielen: Man fühlt sich danach noch energetisierter als davor. Man wird inspiriert. Man ist im Flow. Man will unbedingt mithelfen und weitermachen und nie mehr aufhören. Sogar wenn es dann fertig ist. Eigentlich schade, dass es schon fertig ist. Wollen wir nicht einfach gleich das nächste Projekt starten?

Was machen wir als nächstes? Was sind die Ideen, die eben nicht integriert werden konnten. Können wir etwas neues, anderes daraus machen? Wo ist der größte Verbesserungsbedarf in der Welt? Wie können wir etwas daran ändern, die Welt ein Stückchen besser machen? Was wolltest du schon immer mal machen? Wozu fühlst du dich inspiriert, wenn du die Schönheit der Welt betrachtest?

Erschaffe das.

Und dann noch etwas. Und noch etwas. Wir wollen es sehen. Wir wollen dir dabei helfen. Es wird die Welt verändern und wenn diese Veränderung auch noch so klein ist. Also wollen wir beteiligt sein. Wir wollen davon inspiriert werden. Wir wollen dann auch etwas erschaffen, das womöglich darauf aufbaut und das unsere Gemeinschaft noch viel weiter bringt.

All diese nie umgesetzten Pläne sind echt traurig

Kennst du das? Man sagt, dass man etwas machen wird. Man hat tatsächlich vor es zu machen! Ehrlich. Aber dann kommt es irgendwie doch nicht dazu. Rückblickend hätte man sicherlich die Möglichkeit gehabt, den Plan umzusetzen, den man sich vorgenommen hat. Man kann nicht behaupten, dass es einfach unmöglich war. Man hat nicht einmal den Plan geändert. Das wäre ja okay gewesen. Aber was macht man stattdessen? Man ignoriert den Plan einfach. Belügt sich selbst. Hat ihn vielleicht in entscheidenden Momenten nicht präsent und kann ihn deswegen nicht befolgen, aber später wäre dann doch wieder eine Möglichkeit gekommen. Warum macht man es nicht?

„Ich werde heute Abend XY machen.“ oder „Ich werde mit demnächst um Angelegenheit Z kümmern.“ Das klingt fast schon wie all die Neujahrsresolutionen, an die sich nach 2 Wochen niemand mehr hält. Und man schafft sowieso nur so lange durchzuhalten, weil dem Neujahr eben eine solch starke Symbolik anhängt. Vorsätze von normalen Tagen werden einfach vergessen. Dann fallen sie einem eventuell ein, wenn man sie umsetzen könnte, aber man ist zu faul? Und später ärgert man sich dann über sich selbst. Das zieht einen kurz runter, dann ist die Sache vergessen.

Zumindest bis du das nächste mal einen solchen Plan aufstellst und ignorierst. Dann fällt es dir wieder ein. Du erinnerst dich daran, dass du echt schlecht darin bist Ziele zu setzen. Vielleicht beschließt du sogar, dass Ziele setzen sinnlos ist, weil es sowieso nichts bringt. Aber das stimmt nicht. Pläne sind wichtig im Leben. Mit ihnen kann man viel erreichen, wenn man sie richtig anwenden kann. Nur weil es bisher nicht geklappt hat, heißt das nicht, dass du aufgeben solltest.

Es bedeutet, dass du einen Weg finden musst, der funktioniert. Etwas, mit dem du, wenn du mittags sagst, dass du am Abend etwas bestimmtes machen wirst, dafür sorgen kannst, dass es auch tatsächlich so kommt und nicht durch kopflosen Konsum oder irgendetwas anderes unwichtiges verdrängt wird. Etwas, mit dem du all diese schwammigen Pläne, in konkrete verwandeln kannst. Solche, die tatsächlich umgesetzt werden und nicht immer nur vor dir hergeschoben und in den verschiedensten sozialen Situationen angekündigt werden.

Das ist eine wichtige Fähigkeit. Jeder sollte sie lernen. Kann doch nicht sein, dass man sich so sehr gehen lässt! Man muss seinen Träumen hinterher rennen, sie zu erreichen versuchen, anstatt einfach nur im Leben umher zu treiben. Aber wie funktioniert das? Ich selbst habe schon ein paar Wege gefunden, wie es bei mir funktioniert. Jetzt muss ich sie allerdings noch verfeinern, und sie auch tatsächlich anwenden. Es ist ein Unterschied zwischen wissen, wie es (theoretisch) funktioniert, und solche Techniken tatsächlich in seinem Leben anzuwenden. Dann muss man plötzlich ehrlich zu sich selbst sein: Will ich das wirklich? Oder hab ich eventuell sogar Angst davor, dass tatsächlich zu machen? Rede ich nur, dass ich es irgendwann machen werde oder will ich tatsächlich diese Technik anwenden, von der ich weiß, dass sie dafür sorgt, dass ich morgen den ersten Schritt in diese Richtung gehen will?

Eine solche Ehrlichkeit ist sehr wichtig. Vielleicht hört man dann bei einer großen Menge dieser Geschichten auf sie zu erzählen. Man erzählt sie nicht mehr anderen, weil man weiß, dass da gar nicht so viel Wahrheit dran ist, und man es einfach nicht mehr behaupten kann. Man erzählt sie auch nicht mehr sich selbst. Man sortiert sie aus. Aber dann bleibt hoffentlich noch etwas übrig. Man darf nicht einfach all seine Träume aus seinem Leben verbannen und das Leben eines Realisten leben. „Weil man es ja eh nie machen wird.“ Es ist wichtig große Pläne zu haben. Wichtig solche Pläne zu haben, von denen man tatsächlich möchte, dass sie eines Tages umgesetzt werden. Man lernt dabei etwas über sich selbst. Was will ich wirklich im Leben?

Du hast also die Menge der Ankündigungen eingeschränkt. Jetzt erzählst du dir und anderen nur noch von den Dingen, die du tatsächlich machen wirst. Also was ist der Plan? Wann triffst du die Vorbereitungen. Wann wird der Plan ausgeführt. Wie wirst du die Zeit bis dorthin verbringen. Das sind die Fragen, die du dir bei den großen Plänen stellen musst. Aber vielleicht sollten wir ein bisschen eher anfangen. Was ist mit den kleinen Plänen? Denen die einen halben Tag später ausgeführt werden sollen, aber bei denen keinerlei Verpflichtung existiert, sodass sie das auch tatsächlich werden? Lernen wir doch erst einmal eine Technik, wie wir solche Pläne umsetzen können.

Der Trick besteht darin eine Verpflichtung einzuführen. Etwas, das dich verantwortlich hält, sodass du es tatsächlich machst. Und das beste: hier reicht schon ein simpler Termin mit dir selbst. Ein Eintrag in deinem Kalender, wann du etwas machst, und das interne Vorhaben es auch tatsächlich zu machen, sobald die Benachrichtigung ertönt. Eine solche offizielle Verpflichtung reicht bei den meisten Dingen schon aus, besonders wenn du deinen Kalender zum entsprechenden Zeitpunkt in der Nähe hast. Es sorgt dafür, dass du es später nochmal anschauen kannst und dir denken wirst: das hab ich mir vorgenommen zu machen und dann tatsächlich auch gemacht. Probier es mal aus, glaub mir, es funktioniert.

Und egal wie viel größer es wird, dann funktioniert es immer noch genauso. Mit einem simplen Zwischenschritt. Der erste Termin ist immer erst mal Planung. Vielleicht führst du ihn auch sofort durch. Es geht darum kleine Schritte zu definieren, die du separat durchführen kannst. Und dann legst du dir einen Termin für den ersten Schritt an. Teil dieses Schrittes ist natürlich auch am Ende den nächsten Termin festzulegen. Und dann fängst du da an. Du arbeitest dich Schritt für Schritt deinen Plan entlang, in dem Wissen, dass die einzelnen Schritte tatsächlich durchgeführt werden werden. War dein Plan gut, hast du dann sogar bald schon das Ziel erreicht. Ansonsten baust du halt noch einen weiteren Planungstermin ein, um das weitere Vorgehen festzulegen.

Ziele setzen, Pläne durchführen funktioniert, sobald du einen Weg hast, dich dazu anzuhalten. Einen Weg, wie du dich verantwortlich fühlst, dass du tatsächlich das machst, was du gesagt hast. Termine mit dir selbst, aufgrund von kleiner Schritte, die auf das Ziel zu führen, sind eine der simpelsten Methoden das zu erreichen. Wie viele Pläne wirst du noch aussprechen, aber nie in die Tat umsetzen?

Du hast jetzt eine Verpflichtung vor dir selbst, das tatsächlich anzuwenden, was du hier gelernt hast. Und du musst natürlich auch deinen eigenen Weg finden. Der ist dann nochmal deutlich effektiver.

Die Realität ist nicht so wichtig wie deine Interpretation

Wir geben der Realität in unserem Leben oft ein sehr großes Gewicht: „Sei doch mal realistisch!“ Sobald es um ernsthafte Aktivitäten, Entscheidungen, et cetera geht, ist es uns wichtig, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen zu stehen, der Realität eben. Aber vielleicht ist sie gar nicht so wichtig. Natürlich stellt sie die Naturgesetze bereit, die wir sicherlich nicht brechen können. Das verhindert schon mal ein paar coole Ideen, die aber logischerweise schnell als unmöglich abgestempelt werden. Aber hier darf man nicht zu schnell sein. Nur weil man etwas noch nie gesehen hat, heißt das ja noch lange nicht, dass es auch unmöglich ist. Solange es innerhalb der Grenzen der Naturgesetze liegt, ist es vielleicht doch irgendwann möglich. Nur weil man aktuell noch nicht weiß, wie es funktioniert, darf man es nicht gleich abschreiben. Diese Interpretation der Realität ist nämlich der sehr viel wichtigere Punkt, wenn es darum geht zu entscheiden, was tatsächlich möglich ist und was nicht.

Die Realität hat nämlich eine sehr weite Vorstellung davon, was alles möglich ist. Genauer gesagt können wir gar nicht wissen, was tatsächlich alles möglich ist, bis auf die paar Dinge, die wir tatsächlich schon gemacht haben. Alles ist unmöglich, bis es zum ersten Mal gemacht wird. Vorher kannte man keinen Weg, jetzt existiert einer. Vielleicht bald zwei oder drei. Aber einmal mehr wurde bewiesen, dass die Realität viel mehr erlaubt, als wir für möglich gehalten hätten. Wichtig ist also unsere Interpretation der Realität. Die Geschichte, die wir uns selbst erzählen, was alles möglich ist und was nicht. Denn wenn man nicht daran glaubt, dass etwas möglich ist, wird man es sicherlich auch nicht schaffen. Wenn man dann aber daran glaubt, ist es doch möglich. Wer weiß schon, was alles innerhalb der Grenzen des Möglichen liegt? Wir haben nur unsere eigene Interpretation der Realität zum Vergleich und die ist ja wie schon oft gezeigt nicht sehr korrekt.

deine Interpretation

Die Grenzen der Realität spielen also in deinem Leben keine so große Rolle. Viel wichtiger sind die Grenzen in deiner Interpretation dieser Realität. Sie basieren auf der endlichen Menge deiner bisherigen Erlebnisse und deinem Wissen über die Zusammenhänge und Mechanismen der Welt. Und gleichzeitig sind sie viel enger als alles, was die Realität uns vorschreibt. Wir halten oft Dinge für unmöglich, die man einfach nur ausprobieren müsste, um zu sehen, dass sie tatsächlich möglich sind. Vielleicht hält uns ja die Angst vor tatsächlichem Erfolg davon zurück es mal auszuprobieren. Wer weiß? Die, die es doch ausprobieren und dabei ihr Verständnis für das tatsächlich mögliche erweitern, blicken jedenfalls nicht zurück. Sie suchen stattdessen nach noch viel mehr falschen Unmöglichkeiten in ihrer Interpretation der Realität.

Aber diese Interpretation geht noch viel weiter, als dir nur vorzuschreiben, was möglich ist und was nicht. Sie erklärt schließlich auch die Zusammenhänge. Wie es zu bestimmten Ereignissen gekommen ist. Was auf bestimmte Aktionen folgen wird. Und dieses persönliche Verständnis über die Zusammenhänge bestimmt, was du versuchst um etwas an den Tatsachen zu ändern. Du hast sogar deine persönliche Interpretation der Tatsachen: Was sie bedeuten, was andere damit beabsichtigt haben, und so weiter. Auch das beeinflusst deine Handlungen, aber vor allem auch wie du dich fühlst.

Deine Interpretation der Realität hat damit eine unglaublich große Macht. Sie bestimmt wie du dich fühlst und was du machst. (Weil sie dir sagt, was möglich ist und wie die kausalen Zusammenhänge lauten.) Lässt du diese Macht unbeaufsichtigt? Wird sie einfach von den Erlebnissen deines Lebens informiert und tyrannisiert daraufhin deinen Geist. Oder erschaffst du sie aktiv mit? Formst du sie nach deinen Bedürfnissen, so wie es am besten für deine Psyche ist? Wählst du die Interpretation eines Geschehnisses aus, die dir die besten Zukunftschancen gibt? Weil du dann eine positivere Einstellung hast. Weil du Gegenmaßnahmen oder darauf aufbauen für möglich hältst. Du solltest die Kontrolle über deine Interpretation der Realität zurückfordern und sehr vorsichtig mit ihr umgehen.

die Geschichten, die du dir selbst erzählst

Hier liegt der Ansatzpunkt, um deine Interpretation der Realität zu verändern. Wie erzählst du deine Erlebnisse in deinem Kopf nach? Warst du aktiv oder passiv? Konntest du Einfluss nehmen oder warst du nur ein Spielball im Sturm größerer Kräfte? Wie waren die Menschen dir gegenüber eingestellt? Was hast du bei einem bestimmten Erlebnis gespürt?

All diese Details sind oft ziemlich offen. Du musst selbst entscheiden, worauf du den Fokus legst, welche Variante der Geschichte du erzählen möchtest. Es gibt schließlich immer verschiedene Varianten, wie du sie nacherzählen könntest. Sie alle passen auf die paar wenigen Erinnerungen, die du davon mitgenommen hast. Dein Verstand füllt die Lücken auf, danach steht fest, was du darüber denkst. Was in deinen Augen tatsächlich passiert ist. Aber wie füllst du die Lücken auf? Wo liegen diese Lücken?

An dieser Stelle hast du eine Chance dein eigenes Weltbild zu verändern. Es kommt darauf an deine inneren Überzeugungen zu überschreiben, wie die Welt funktioniert, sodass die Lücken auf eine andere Art und Weise gefüllt werden. Und es kommt darauf an, auf was du überhaupt deinen Fokus richtest, denn dort werden dann sicherlich keine Lücken existieren. Du kannst deinen Fokus auf die positiven Erlebnisse richten. Auf die Momente, in denen du eine Entscheidung treffen durftest. Oder auf die netten Interaktionen, die du mit anderen Menschen hattest. Du kannst entscheiden. Wie entscheidest du dich?

Diese Entscheidungen sind wichtig. Sie bestimmen, wo die Lücken liegen und wie sie aufgefüllt werden. Dadurch bestimmen sie welche Geschichten du dir selbst erzählst. Ein Ereignis könnte so oder so nacherzählt werden. In deinem Kopf kann nur eine Variante existieren. Sie später zu verändern ist schwierig. Du kannst sie nur durch neue, ähnliche Erlebnisse überschreiben.

Und schließlich bestimmen diese Entscheidungen dadurch natürlich auch deine Interpretation der Realität. Deine ganz persönliche Einschränkung der tatsächlichen Möglichkeiten. Natürlich kann man sie durchbrechen. Man kann das sogar üben und eine Gewohnheit daraus machen. Aber was, wenn man direkt bei der Entstehung anpackt, anstatt die eigenen Überzeugungen später mühsam zu verändern.

Also laufe mit offenen Augen durchs Leben. Bemerke, wenn sich eine neue Überzeugung bilde und schreite aktiv ein. Lenke sie in eine Richtung, die du gerne hast. Wähle etwas, an das du bereitwillig glaubst, weil es gut ist, daran zu glauben. Forme deine Interpretation der Realität